Dalla "Parola Inerte" alla "Parola Vivente"
Vom „trägen Wort“ zum „lebendigen Wort“
Warum fühlen wir uns beim Erlernen einer Fremdsprache oft „blockiert“? Die Antwort liegt nicht nur im Gedächtnis oder in der Grammatik, sondern in unserem Körper. Bei Ars 2.0 sind wir davon überzeugt, dass Sprachenlernen nicht vom kreativen Ausdruck getrennt werden kann. Deshalb ist unsere Didaktik tief von einem der größten Theatermeister des 20. Jahrhunderts inspiriert: Orazio Costa.
Was ist der mimetische Instinkt (Istinto Mimico)?
Laut Orazio Costa besitzt jeder Mensch einen natürlichen mimetischen Instinkt. Wie in Maricla Boggios Essay Der kreative Körper beschrieben, ist der mimetische Instinkt die Fähigkeit, zum „Anderen“ oder zum Objekt zu werden – die äußere Realität durch die Geste zu verinnerlichen, noch bevor das Wort entsteht.
Costa schrieb dazu:
„Durch die Rückgewinnung und Verfeinerung des mimetischen Instinkts können wir die organischen Wechselwirkungen der natürlichen Ausdruckskraft befreien und vervollkommnen und sie in das lebendige Wort einfließen lassen.“
Vom „trägen Wort“ zum „lebendigen Wort“
In der traditionellen Sprachdidaktik begegnen uns oft „tote“ Wörter: Vokabellisten zum Auswendiglernen, die sich fremd anfühlen. Die Costa-Methode lehrt uns, diese in lebendige Worte (parola vivente) zu verwandeln.
Die Anwendung der mimetischen Methode auf das Studium des Italienischen (oder jeder anderen Sprache) bedeutet:
Nicht nur übersetzen, sondern verkörpern: Bevor ein Wort ausgesprochen wird, ist der Schüler eingeladen, dessen Absicht, Gewicht und Bewegung zu spüren.
Organisches Hören: Wie in der pädagogischen Forschung zu Costa betont wird, ist Hören kein passiver Akt des Ohrs, sondern ein Vorgang, der das gesamte sensomotorische System einbezieht. Die Klänge einer neuen Sprache zu lernen bedeutet, diese Klänge im eigenen Körper „resonieren“ zu lassen.

Die Costa-Methode bei Ars 2.0: Sprache, Theater und Innovation
Bei Ars 2.0 holen wir Costas Lehren von der Bühne direkt in den Unterrichtsraum. Unsere Sprachkurse integrieren Theater-Workshops, in denen die Geste die Sprache unterstützt.
Eine Sprache mit der mimetischen Methode zu lernen bedeutet nicht nur, korrekt zu sprechen, sondern in der neuen Sprache zu „existieren“. Es bedeutet, jenes „harmonische Zusammenfließen“ zwischen dem, was wir fühlen, und dem, was wir sagen, neu zu entdecken und jede Unterrichtsstunde in eine tiefe Begegnung mit der Kultur und dem Anderen zu verwandeln.
Möchten Sie entdecken, wie Theater Ihre Sprachbarrieren lösen kann?
Besuchen Sie uns in Rom oder nehmen Sie an unseren „Lingua in Scena“-Workshops teil.



